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Wassergymnastik

Menschen, die in einem Schwimmbecken Wassergymnastik machen
Julia Haak Julia Haak
01.09.2026

Wassergymnastik: Aktiv bleiben im Wasser

COPD
Wassergymnastik ist eine Form der Bewegung, die in einem Schwimmbecken durchgeführt wird. Sie kombiniert einfache Bewegungen mit dem Widerstand des Wassers und kann an unterschiedliche Fitnesslevel angepasst werden.
Für Menschen, die bestimmte Aktivitäten an Land als unangenehm oder anstrengend empfinden, kann Bewegung im Wasser eine interessante Alternative sein. Das Wasser unterstützt den Körper und bietet gleichzeitig Widerstand bei den Bewegungen. Dadurch kannst du aktiv bleiben, ohne deine Gelenke in gleichem Maße zu belasten wie bei manchen Übungen an Land.

Was ist Wassergymnastik?

Wassergymnastik besteht meist aus verschiedenen Bewegungen, die im flachen Wasser im Stehen durchgeführt werden. Je nach Kurs oder Trainingsprogramm können dazu beispielsweise Gehen, Bein- und Armübungen, sanftes Dehnen oder dynamischere Bewegungen gehören.
Anders als beim Schwimmen musst du deine Atmung nicht mit Schwimmzügen koordinieren oder dein Gesicht regelmäßig unter Wasser bringen. Das kann Wassergymnastik zu einer leichter zugänglichen Möglichkeit für Menschen machen, denen das gleichzeitige Schwimmen und Atmen schwerfällt.
Auch die Intensität lässt sich anpassen. Du kannst dich langsamer bewegen, Pausen machen oder den Bewegungsumfang reduzieren, je nachdem, wie du dich fühlst.

Wie funktioniert Bewegung im Wasser?

Wasser erzeugt einen Widerstand gegen deine Bewegungen. Wenn du deine Arme oder Beine durch das Wasser bewegst, musst du gegen diesen Widerstand arbeiten.
Gleichzeitig kann das Wasser einen Teil deines Körpergewichts tragen. Diese Kombination kann dazu führen, dass sich bestimmte Übungen anders anfühlen als dieselben Bewegungen an Land.
Für Menschen mit Atemwegserkrankungen kann Wassergymnastik eine weitere Möglichkeit sein, körperliche Aktivität in den Alltag zu integrieren, ohne ausschließlich auf Aktivitäten wie Laufen oder schnelles Gehen angewiesen zu sein.
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Wassergymnastik und Atmung

Die Atmung spielt bei jeder körperlichen Aktivität eine wichtige Rolle. Wenn die Belastung intensiver wird, kann sich deine Atmung beschleunigen oder du kannst stärker außer Atem geraten.
Bei Wassergymnastik kannst du das Tempo deiner Bewegungen in der Regel leichter kontrollieren als beim kontinuierlichen Schwimmen. Dadurch kannst du langsamer werden oder eine Pause einlegen, wenn du sie brauchst.
Versuche, während der Übungen nicht die Luft anzuhalten. Konzentriere dich stattdessen auf eine angenehme und regelmäßige Atmung.
Wenn du bemerkst, dass dir das Atmen zunehmend schwerfällt, reduziere die Intensität oder mache eine Pause.

Kann Wassergymnastik Menschen mit COPD helfen?

Menschen mit COPD können bei körperlicher Aktivität unter COPD Symptomen wie Atemnot und Müdigkeit leiden. Deshalb kann es hilfreich sein, eine Aktivität zu wählen, deren Intensität sich an die individuellen Möglichkeiten anpassen lässt.
Wassertraining wurde auch bei Menschen mit COPD als mögliche Form körperlicher Aktivität untersucht. Einige klinische Studien haben sich mit wasserbasierten Trainingsprogrammen und deren möglicher Rolle bei körperlicher Aktivität und Bewegungstraining beschäftigt.
Wassergymnastik ist jedoch nicht automatisch für alle Menschen mit COPD geeignet. Welche Intensität sinnvoll ist, hängt unter anderem von den individuellen COPD Symptomen, der körperlichen Belastbarkeit und dem aktuellen Fitnesslevel ab.
Wenn du COPD hast und mit einem neuen Trainingsprogramm beginnen möchtest, kann ein Gespräch mit einer medizinischen Fachperson dabei helfen, herauszufinden, welche Form und Intensität für dich geeignet ist.
Wie COPD Symptome Aktivitäten im Wasser beeinflussen können, kann dir dabei helfen, dein persönliches Tempo besser einzuschätzen.

Tipps für den Einstieg

Du musst nicht direkt mit einem anstrengenden Kurs beginnen. Wenn Wassergymnastik neu für dich ist, starte mit sanften Bewegungen und gib dir Zeit, dich an die Umgebung im Wasser zu gewöhnen.
Ein paar einfache Dinge können den Einstieg erleichtern:
  • Beginne mit einer niedrigen Intensität und steigere sie langsam.
  • Mache Pausen, wann immer du sie brauchst.
  • Wähle einen Kurs oder eine Aktivität, die zu deinen aktuellen Möglichkeiten passt.
Es kann außerdem hilfreich sein, die Kursleitung vor Beginn über bestehende Atembeschwerden zu informieren. So kann sie gegebenenfalls Übungen anpassen oder Alternativen mit geringerer Intensität anbieten.

Wassergymnastik oder Schwimmen?

Beide Aktivitäten bieten die Möglichkeit, sich im Wasser zu bewegen, unterscheiden sich jedoch in der Art der Belastung.
Beim Schwimmen musst du deine Schwimmzüge mit deiner Atmung koordinieren. Außerdem befindet sich dein Gesicht regelmäßig unter Wasser. Bei der Wassergymnastik wird dagegen meist im aufrechten Stand trainiert, sodass du während der Bewegungen normal atmen kannst.
Wenn sich Schwimmen aufgrund von Atembeschwerden unangenehm anfühlt, kann Wassergymnastik eine Alternative sein. Wichtig ist, eine Aktivität zu wählen, die du angenehm und regelmäßig durchführen kannst.
Auch Schwimmen kann eine Möglichkeit sein, im Wasser aktiv zu bleiben. Das Atmen beim Schwimmen kann jedoch eine andere Herangehensweise erfordern.

Fazit

Wassergymnastik kann eine einfache Möglichkeit sein, mehr Bewegung in deinen Alltag zu integrieren und dabei die unterstützende Umgebung des Wassers zu nutzen. Die Intensität lässt sich häufig anpassen, sodass du langsam beginnen und dein Training in deinem eigenen Tempo steigern kannst.
Für Menschen mit Atemwegserkrankungen hängt die geeignete Aktivität von den individuellen Voraussetzungen ab. Beginne schrittweise, achte auf deine Atmung und mache Pausen, wenn du sie brauchst.
Wenn du unsicher bist, ob Wassergymnastik für dich geeignet ist, sprich vor Beginn eines neuen Trainingsprogramms mit einer medizinischen Fachperson.

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