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Schwimmen mit COPD

Richtiges Atmen beim Schwimmen mit COPD
Julia Haak Julia Haak
02.09.2026

Tipps für angenehmes Schwimmen bei Atemproblemen

COPD
Schwimmen kann eine erfrischende Möglichkeit sein, aktiv zu bleiben. Allerdings unterscheidet sich die Atmung im Wasser von der Atmung bei den meisten Aktivitäten an Land. Für Menschen, die bereits unter Atembeschwerden leiden, kann Schwimmen dadurch anstrengender wirken.
Wenn du lernst, dein Tempo anzupassen und einen angenehmen Atemrhythmus beim Schwimmen zu finden, kann dir das helfen, die Belastung besser zu bewältigen.

Warum kann Schwimmen das Atmen erschweren?

Beim Schwimmen muss sich deine Atmung an deine Bewegungen anpassen. Du kannst nicht jederzeit frei atmen, da sich dein Gesicht während eines Teils des Schwimmzugs unter Wasser befinden kann.
Deshalb musst du deine Bewegungen mit deiner Atmung koordinieren. Wenn du schneller schwimmst, steigt außerdem die körperliche Belastung und damit auch der Bedarf an Sauerstoff. Dadurch kann Atemnot entstehen oder stärker wahrgenommen werden.
Für Menschen mit einer bestehenden Atemwegserkrankung kann diese Kombination dazu führen, dass sich Schwimmen anstrengender anfühlt als erwartet.
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Atemprobleme und Schwimmtechnik

Deine Schwimmtechnik kann beeinflussen, wie viel Kraft du beim Schwimmen benötigst. Wenn du angespannt bist oder versuchst, zu schnell zu schwimmen, kann dein Körper mehr Energie verbrauchen als nötig.
Ein langsameres Tempo kann dir mehr Zeit geben, dich auf deine Atmung zu konzentrieren. Anstatt ohne Pause zu schwimmen, kannst du kürzere Strecken wählen und anschließend eine Pause machen.
Wenn du gerade Schwimmen lernst oder nach einer längeren Pause wieder ins Schwimmbad gehst, kann es sinnvoll sein, zunächst deine Atemtechnik separat zu üben, bevor du die Intensität des Trainings erhöhst.

Starte langsam

Du musst nicht direkt mit einem vollständigen Schwimmtraining beginnen. Kurze Aktivitätsphasen können dir dabei helfen, herauszufinden, wie dein Körper und deine Atmung auf die Belastung reagieren.
Du könntest beispielsweise eine kurze Strecke schwimmen, eine Pause einlegen und weitermachen, sobald du dich wieder bereit fühlst.
Wenn du dich zunehmend wohler fühlst, kannst du die Dauer und Intensität deiner Aktivität schrittweise steigern. Das Ziel ist, ein Tempo zu finden, das sich für dich gut bewältigbar anfühlt – nicht eine bestimmte Geschwindigkeit oder Distanz zu erreichen.

Was, wenn Schwimmen zu anstrengend ist?

Schwimmen ist nur eine Möglichkeit, dich im Schwimmbad zu bewegen. Wenn dir die Koordination von Atmung und Schwimmzügen unangenehm oder zu anstrengend erscheint, kannst du auch andere Aktivitäten im Wasser ausprobieren.
Gehen im Wasser oder sanfte Wassergymnastik ermöglichen es dir, aktiv zu bleiben, während du aufrecht stehst und normal atmen kannst.
Diese Aktivitäten können es außerdem erleichtern, dein eigenes Tempo zu kontrollieren und bei Bedarf Pausen einzulegen.
Wassergymnastik kann eine alternative Möglichkeit sein, dich im Schwimmbad zu bewegen.

Tipps bei Atemproblemen beim Schwimmen

Einige einfache Anpassungen können dazu beitragen, dass sich Schwimmen besser bewältigen lässt:
  • Wähle ein angenehmes Tempo, anstatt möglichst schnell zu schwimmen.
  • Mache zwischen den Bahnen oder Übungen Pausen.
  • Konzentriere dich auf eine gleichmäßige Atmung und halte nicht die Luft an.
  • Beende die Aktivität, wenn sich deine Atmung deutlich verschlechtert oder sich auch nach einer Pause nicht wieder beruhigt.
Es kann außerdem sinnvoll sein, andere Personen über deine Atembeschwerden zu informieren – insbesondere wenn du in einem unbekannten Schwimmbad schwimmst oder an einem Gruppenkurs teilnimmst.

Achte auf die Signale deines Körpers

Atemnot während körperlicher Aktivität kann unterschiedliche Ursachen haben und unterschiedlich stark ausgeprägt sein. Deshalb ist es wichtig, zu wissen, was für dich normalerweise typisch ist, und Veränderungen deiner Beschwerden wahrzunehmen.
Wenn du beim Schwimmen regelmäßig unter starken Atemproblemen leidest, solltest du mit einer medizinischen Fachperson sprechen. Sie kann dir dabei helfen einzuschätzen, ob Schwimmen für dich geeignet ist und wie du deine Aktivitäten sicher anpassen kannst.
Wenn du verstehst, wie COPD Symptome Aktivitäten im Wasser beeinflussen können, kannst du außerdem besser erkennen, wann du dein Tempo reduzieren oder eine Pause einlegen solltest.
Frau macht nach dem Schwimmen eine Pause am Rand eines Schwimmbeckens

Fazit

Atemprobleme können dazu führen, dass sich Schwimmen anstrengender anfühlt. Das bedeutet jedoch nicht automatisch, dass du auf Aktivitäten im Wasser verzichten musst.
Wenn du langsam beginnst, dein Tempo kontrollierst, regelmäßig Pausen machst und eine Aktivität wählst, die zu deinen individuellen Möglichkeiten passt, kann Bewegung im Wasser angenehmer werden.
Wenn sich Schwimmen für dich nicht richtig anfühlt, können Aktivitäten wie Wassergymnastik oder Gehen im Wasser sanftere Alternativen sein. Entscheidend ist, eine Form der Bewegung zu finden, die sich für dich bewältigbar und angenehm anfühlt.

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